Betriebsbedingungen mit Staub oder Wasserdampf: Was ist vor der Pumpe vorzusehen

Betriebsbedingungen: Wenn das abgesaugte Gas Staub, Wasserdampf oder Lösungsmitteldampf enthält, hat es die Pumpenkammer nicht nur mit Luft zu tun. Staub verschleißt Drehschieber und Zylinderwand; Wasserdampf und Kondensat beeinträchtigen Schmierung und Dichtung (bei ölfreien Pumpen wird zwar kein Öl eingefüllt, Kondensat beeinträchtigt jedoch weiterhin das Zusammenspiel von Drehschiebern und Kammerwand); korrosive Bestandteile verkürzen direkt die Lebensdauer der Bauteile.

Staubbelastung: Auf der Ansaugseite einen Filter vorsehen; die Einbauposition möglichst nahe am Ansaugstutzen wählen; empfohlen wird ein waschbarer Grobfilter als erste Stufe und ein Feinfilter als zweite Stufe; der Feinfilter wird nach Druckdifferenz und nicht nach festen Tagen gewechselt; zur Beurteilung ein Differenzdruckmessgerät vor und hinter dem Filter verwenden. Bei Pulverförderung und Wiegestationen sollten die Prüfintervalle verkürzt werden.

Wasserdampf und Lösungsmitteldampf: Vor der Pumpe einen Kondensatabscheider vorsehen, kondensierbare Bestandteile möglichst vor dem Eintritt in die Pumpe entfernen und Kondensat regelmäßig ablassen. Bei Prozessen mit hohem Wasserdampfanteil sollte die Absaugung in zwei Stufen erfolgen: Zuerst wird das bei Atmosphärendruck anfallende Gas mit hohem Volumenstrom abgeführt, anschließend wird der verbleibende Wasserdampf behandelt.

Betrieb und Wartung: Bei der täglichen Inspektion den Trend von Saugvermögen und Vakuumgrad dokumentieren; wenn die Absaugung langsamer wird oder der Vakuumgrad nicht erreicht wird, zuerst Filterelement und Kondensat prüfen, danach den Verschleiß der Drehschieber in der Pumpe. Unter Staubbelastung kann eine angemessene Verringerung des Betriebsvakuums ebenfalls die Lebensdauer der Drehschieber verlängern.

Diese Seite ist eine Auswahlmethodik und keine Aufzeichnung eines konkreten Projekts.

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