
Dieselbe ölgedichtete Drehschieberpumpe hält bei trockener Luft stabil 0.1 mbar; wird sie mit einem Prozessgas mit 0.5 kg/h Wasserdampf betrieben, emulgiert das Öl innerhalb eines Quartals und wird milchig. Die erste entscheidende Weiche bei der Auswahl einer Vakuumpumpe ist nicht die Größe des Saugvermögens, sondern das Gas selbst: kondensierbare Bestandteile kondensieren im Öl, Staub trägt den Spalt zwischen Drehschiebern und Kammer ab, korrosive Medien greifen zuerst die Ventilplättchen und dann die Pumpenkammer an. Diese drei Problemklassen erfordern drei völlig unterschiedliche Maßnahmen — Gasballast öffnen, Vorfilter ergänzen, Pumpertyp wechseln — und jede davon lässt sich bereits in der Auswahlphase mit Gleichungen prüfen.
1. Zuerst das Gas in drei Kategorien einteilen
| Gaseigenschaft | Wo in der Pumpe zuerst Schaden entsteht | Erforderliche Maßnahme bei der Auswahl |
|---|---|---|
| kondensierbare Bestandteile (Wasserdampf, Lösungsmitteldämpfe) | Pumpenöl emulgiert, Endvakuum wird nicht erreicht, Ölwechselintervall sinkt von 2000 h auf einige hundert Stunden | Gasballast öffnen + V |
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