
Ölfreie Drehschieberpumpen verwenden im Pumpenraum kein Öl; Dichtung und Verdichtung entstehen durch die Drehschieber und die Zylinderwand. Daher entsteht auf der Auslassseite kein Ölnebel, und ein Ölwechsel sowie die Entsorgung von Altöl sind nicht erforderlich. Dies bestimmt die Betriebsbedingungen, für die sie geeignet sind.
Abluft darf kein Öl enthalten: An Arbeitsplätzen in der Lebensmittel-, Pharma-, Optik- und Elektronikfertigung kann Ölnebel Produkte, Arbeitsplätze und optische Komponenten verunreinigen.
Anforderungen an Sauberkeit und geringen Wartungsaufwand: Es gibt keinen Ölkreislauf; die routinemäßige Wartung beschränkt sich auf Filter und Verschleißteile, und vor Ort ist keine Verwaltung von Altöl erforderlich.
Häufiges Ein- und Ausschalten sowie intermittierendes Evakuieren: In Anlagen mit dichten Bewegungsfolgen startet und stoppt die Pumpe zusammen mit der Anlage; bei solchen Betriebsbedingungen treten bei ölgedichteten Pumpen eher Ölnebel und eine Verschlechterung des Öls auf.
Saugvermögensbedarf im kleinen bis mittleren Bereich: Bei Vakuumhandling, Vorevakuierung von Kammern, Sauganwendungen in Verpackung und Druck sowie ähnlichen Anwendungen liegt der Bedarf an Saugvermögen im kleinen bis mittleren Bereich; ölfreie Drehschieberpumpen können direkt integriert werden.
Auch die Einschränkungen müssen klar benannt werden: Bei Prozessen, die Hochvakuum erfordern (z. B. die Vakuumstufe bei Beschichtung und Verdampfung), können Drehschieberpumpen nur als Vorpumpe dienen und müssen mit einer Hochvakuumpumpe kombiniert werden. Enthält das abgesaugte Gas große Mengen Staub, Lösungsmitteldampf oder korrosive Bestandteile, sind vor der Pumpe eine Filtration und Kondensation erforderlich; außerdem sind passende Konstruktion und Materialien zu wählen.