Zentralvakuumsysteme und Vakuum-Unterdruckstationen

Ein Zentralvakuumsystem bündelt die dezentral an den einzelnen Maschinen verteilten kleinen Pumpen zu einer Einheit: Eine oder mehrere Hauptmaschinen stehen im Maschinenraum und liefern das Vakuum über ein Rohrleitungsnetz an jede Verbrauchsstelle; an den Endstellen bleiben nur Ventile und Schnellkupplungen.

Warum zentralisieren: Die installierte Leistung dezentraler kleiner Pumpen wird auf die Spitzenlast der einzelnen Maschine ausgelegt; tatsächlich laufen sie die meiste Zeit bei geringer Last. Nach der Zentralisierung werden die Hauptmaschinen auf den Gesamtverbrauch ausgelegt, ein Speicherbehälter glättet Lastspitzen, die Anzahl der laufenden Maschinen und der Wechselbetrieb werden vom Schaltschrank gesteuert, und sowohl Energieverbrauch als auch Wartungspunkte sinken. Auch Wärme und Geräusch im Werkstattbereich werden im Maschinenraum konzentriert.

CNC-Bearbeitung und automatische Entwässerung: Kühlschmierstoff und Kühlwasser können in die Rohrleitungen gesaugt werden; dies ist das häufigste Problem zentraler Systeme.

Auslegungsreihenfolge: Zuerst die Anzahl der Verbrauchsstellen, das je Stelle erforderliche Saugvermögen und den Gleichzeitigkeitsfaktor erfassen und daraus Gesamtverbrauch und Spitzenwert berechnen; dann den Rohrleitungsdurchmesser festlegen (berechnet nach zulässigem Druckverlust, nicht nach Erfahrungswerten); anschließend die Anzahl der Hauptmaschinen und das Volumen des Speicherbehälters auswählen; zuletzt die Steuerungsart festlegen (Druckschalter Start/Stopp, frequenzgerechter Konstantdruck oder Wechselbetrieb mehrerer Maschinen).

Hinweise zum Anschluss: Das Rohrleitungsnetz sollte von der Hauptmaschine bis zur Endstelle abschnittsweise vergrößert werden; für Bögen sind große Krümmungsradien zu verwenden; an den Endstellen Ventile vorsehen, um die Wartung abschnittsweise zu erleichtern; an den tiefsten Punkten der Leitungen Entwässerungen vorsehen; am Ein- und Auslass jeder Hauptmaschine flexible Anschlüsse und Rückschlagventile installieren, damit die Wartung einer einzelnen Maschine die anderen Verbrauchsstellen nicht beeinträchtigt.

Das System wird vor Ort individuell ausgelegt; für ein Konzept werden Werkstattplan, Liste der Verbrauchsstellen und Anforderungen an das Prozessvakuum benötigt.

Technische Daten

HauptmaschinenkonzeptEinstufige ölgedichtete Drehschieberpumpe · Roots-Booster
Typische VerbrauchsstellenCNC-Ansaugung, Roboter, Verpackungslinien, Beschichtungskammern, Mehrstationen-Spannvorrichtungen
SteuerungStart/Stopp über obere und untere Druckgrenzen / frequenzgerechter Konstantdruck / Verriegelung und Wechselbetrieb mehrerer Maschinen
ZubehörSpeicherbehälter, Gas-Wasser-Abscheidung, Feinfilterung, automatische Entwässerung, Rohrleitungsnetz und Endventile

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